Schwanewede wird Klimaschutzgemeinde

Die Gemeinde Schwanewede soll sich laut eines Antrages der SPD-Fraktion zur „Klimaschutzgemeinde“ bekennen. „Für viele Bürger*innen ist der Klimawandel durchaus erlebbar und nachvollziehbar. Gleichzeitig besteht häufig die Meinung, Berlin und Brüssel müssten erst einmal handeln und nicht ein jeder selbst“ beobachtet Otto Bothmann, Ratsvorsitzender und Ortsbürgermeister von Löhnhorst, die Verhaltensreaktionen bei den Bürger*innen.

„Wir wurden motiviert, weil die Auswirkungen des Klimawandels teilweise unumkehrbar sind. Nicht zuletzt symbolisiert auch die Protestaktion und Aufmerksamkeitskampagne „fridays for future“ den dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich eines Klimaschutzes für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Global, aber eben auch ganz besonders lokal.“ benennt Dominik Schmengler, Ratsherr, die Hintergründe für den jetzigen Antrag.

Ein großer Teil der klimarelevanten Emissionen würde in Städten, Gemeinden und Kreisen erzeugt. Und so übernehmen die Kommunen konsequenterweise eine besondere Verantwortung, weil sie unmittelbare Handlungsoptionen vor Ort hätten.

In einer interfraktionellen Gruppe sollen mit engagierten Bürger*innen und Vertreter*innen der Verwaltung Konzepte zu Sensibilisierung und Umsetzung entworfen werden, skizziert Christina Jantz-Herrmann, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Schwanewede, das weitere Vorgehen.

Auch wenn Schwanewede als Gemeinde bereits eine Vielzahl von entsprechenden Maßnahmen auf den Weg gebracht hat (Wärmeisolierungen, BHKWs, LED-Straßenbeleuchtung etc.), bedarf es jedoch eines übergreifenden und ganzheitlichen Konzeptes, das kurz-, mittel- und langfristige Ziele setzt. „Nach Rücksprache mit anderen Gemeinderatsmitgliedern scheint Konsens zu herrschen, hier die Gemeinde entsprechend klimafreundlich aufzustellen“ freut sich die SPD-Fraktion.

Otto Bohtmann nennt erste konkrete Ziele und Maßnahmen: „Die Gemeinde soll versuchen, klimabeeinträchtigende Produkte in der Gemeindeverwaltung möglichst zu vermeiden („nachhaltige kommunale Beschaffung“), aber auch Beratungsangebote und regelmäßige Informationen sowie aktive Handlungsempfehlungen für jeden Haushalt zur Verfügung stellen („Umweltbildung“). Auch müssen bei Neubauten (Schulen, Kindergärten, Kaserne, Neubaugebiete etc.) zeitgemäße Klimaschutzkonzepte von Beginn integriert werden und den Planungen zugrunde liegen. Gemeindeeigener Baubestand soll auf klimaoptimierte Umbaumöglichkeiten geprüft werden“.

Christina Jantz-Herrmann fasst motiviert zusammen: „Es gibt so viele Handlungsfelder in diesem Bereich“.

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