„Integration beginnt hier“

Christina Jantz besucht Notaufnahmeunterkunft in Schwanewede

vlnr. Kindergartenleiterin Shelly, Christina Jantz,
Dr. Julia Schwarzmeier, Barbara Fahl, Bärbel Haase – DRK-Leiterinnen der operativen Bereiche Unterkunft, Sanität, Betreuung

Nachdem der Bundestag das Asylbeschleunigungspaket beschlossen hat,  machte sich Christina Jantz (SPD) nun erneut vor Ort in Schwanewede einen Eindruck von der Situation in der Notaufnahmeunterkunft.

„Mit dem Asylpaket soll die Aufnahme von Flüchtlingen besser bewältigt, Verfahren beschleunigt und die Integration erleichtert werden. Der Bund wird die Länder stärker finanziell bei der Flüchtlingsunterbringung unterstützen. Mit Albanien, Kosovo und Montenegro wurden durch das Gesetz weitere sichere Herkunftsstaaten definiert, die Asylverfahren sollen beschleunigt, die Sprachförderung und die Integration auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden. Es wird Arbeitsvisa für Menschen aus dem Westbalkan geben, um Wege jenseits des Asylverfahrens zu ermöglichen. Für Ausreisepflichtige, bei denen Ausreisetermin und -möglichkeit feststehen, werden die Leistungen eingeschränkt, wenn sie länger als geplant hier sind. Die Gesundheitsversorgung wird deutlich und nachhaltig verbessert. Des Weiteren wird es Erleichterungen im Bauplanungsrecht und Beförderung des Wohnungsbaus geben. All diese Maßnahmen helfen den Kommunen bei ihren Kernaufgaben in der Integrationsarbeit“ erklärte Christina Jantz.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete besuchte bereits zum zweiten Mal die Lützow-Kaserne in Schwanewede. Diese fungiert seit September als Notaufnahmeunterkunft für 1300 Flüchtlinge.

Bei einem Rundgang über das weitläufige Gelände verschaffte Christina Jantz sich einen Überblick über das Leben in der Unterkunft – von der Essensausgabe über den neu eingerichteten Kindergarten bis hin zur Gesundheitsversorgung. Frau Dr. Schwarzmeier, zuständig für den Bereich „Unterkunft“, erläuterte: „Wir haben hier sehr viele Nationalitäten. Unsere Philosophie ist: Integration beginnt hier. Deshalb wohnen Menschen verschiedener Ethnien zusammen in einem Haus.“ Bisher gebe es keine nennenswerten Vorkommnisse oder kriminelle Handlungen.

„Besonders liegt mir daran, mich über die Organisationsstruktur und die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Helfer zu informieren. Unter schwierigen Bedingungen leisten die Menschen hier hervorragende Arbeit. Wir müssen aber aufpassen, dass auch sie entlastet werden und zusätzliches Personal eingestellt wird“, betonte die SPD-Abgeordnete. Denn im Gespräch mit dem Leiter des Deutschen Roten Kreuz vor Ort, Rüdiger Krause, erfuhr die Abgeordnete auch von strukturellen Defiziten und Problemen. So brauchten beispielsweise die Mitarbeiter eine langfristigere Perspektive. Auch die kommende kalte Jahreszeit stellt das Rote Kreuz vor Herausforderungen: „Wir werden schnell weitere Betätigungsmöglichkeiten für die Bewohner schaffen. Zurzeit halten sich alle viel im Freien auf, aber wenn es kalt wird, wird es in den Unterkünften doch recht eng“ erklärte Krause.

Ich werde meine Einschätzung und die Bedürfnisse der Einrichtung unverzüglich an die zuständigen Stellen weitergeben“, versprach Christina Jantz. Und weiter: „Ich werde die Situation vor Ort und im Bund weiterhin aufmerksam verfolgen und tätig werden, wo es nötig ist. Ich habe bereits ein Gespräch mit der Polizeidirektion Osterholz-Verden vereinbart, um auch hier die aktuelle Lage und die Problemstellungen zu besprechen.“​