Möglichkeiten der Aufbereitung von Lagerstättenwasser ausgelotet

Bundestagsabgeordnete Jantz und Schwabe diskutieren mit Firma Nehlsen aus Bremen über den Umgang mit Lagerstättenwasser

Bei der Förderung von Erdgas fallen große Mengen an kontaminiertem und giftigem Lagerstättenwasser an. Eines der Hauptprobleme rund um die Erdgasförderung ist die Entsorgung beziehungsweise die Aufbereitung dieses belasteten Wassers. Die Firma Nehlsen aus Bremen bietet nach eigenem Bekunden Lösungen für die Aufbereitung solcher Flüssigkeiten an. Christina Jantz, Bundestagsabgeordnete für Osterholz und Verden, und ihr Kollege Frank Schwabe trafen sich nun mit Vertretern der Firma Nehlsen in Berlin. Schwabe ist der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für den Bereich Erdgasförderung. Er hatte sich in der Vergangenheit mehrfach gemeinsam mit Frau Jantz ein Bild von den Förderaktivitäten bei uns vor Ort gemacht.

„In der Region rund um Verden und Rotenburg/Wümme werden circa 95 Prozent des deutschen Erdgases gefördert. Die Entsorgung des dabei anfallenden, teilweise stark belasteten Wassers, ist eines der Hauptprobleme der Förderung bei uns vor Ort. Im Gesetzesentwurf ist bisher vorgesehen, das Wasser inklusive der Giftstoffe wieder in die Erde zu pressen. Diese Lösung ist hochgradig umstritten. Daher loten wir Alternativen konkret aus“, so die Bundestagsabgeordnete Christina Jantz.

Vonseiten der Förderunternehmen wird das Verpressen des Lagerstättenwassers favorisiert. Die Stoffe würden in große Tiefen verbracht und nicht mit anderen wasserführenden Schichten in Berührung kommen. Frank Schwabe macht jedoch Einwände deutlich: „Wir wissen von früheren Förderaktivitäten, dass solche Abfälle immer eine Belastung und ein potenzielles Risiko für die Umwelt darstellen. Nicht zuletzt die vermehrten Funde von Altlasten an vielen Stellen in Frau Jantz Wahlkreis rufen uns dies wieder ins Gedächtnis“, so Schwabe.

Für beide SPD-Abgeordneten steht fest, dass der Schutz von Menschen und Umwelt oberste Priorität haben muss. „Wenn wir dies durch eine Aufbereitung des Lagerstättenwassers, wie uns dies von den Vertretern der Firma Nehlsen beschrieben worden ist, gewährleisten können, dann müssen wir diese Möglichkeit nutzen. Deutlich wurde aber auch, dass wir mit dem Verfahren in Bezug auf Lagerstättenwasser noch ganz am Anfang stehen“, resümiert Christina Jantz.

Am kommenden Montag wird Christina Jantz gemeinsam mit dem Bürgermeister des Fleckens Langwedel, Andreas Brandt, das Betriebsgelände der Firma Nehlsen in Bremen besuchen. Die Politiker wollen sich mit diesem Besuch einen genaueren Einblick in die technischen Möglichkeiten der Aufbereitung von Lagerstättenwasser verschaffen.